Hugo Lederer

(Znaim 1871 – 1940 Berlin)

Nach einer kunstgewerblichen Ausbildung arbeitete Lederer seit 1893 in Berlin. Zu seinen schönlinigen, vom Jugendstil geprägten Figuren kamen ab 1900 stilisierte Monumentalplastiken, die ihn zu einem der meistbeschäftigten Auftragsbildhauer des Kaiserreichs machten. Er verehrte die Tänzerin Anna Pawlowa sehr und schuf etliche Darstellungen von ihr, von der die Plastik mit dem fütternden Reh am beliebtesten war.

Oskar Kokoschka

(Pöchlarn 1886 – 1980 Montreux)

Nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien kam Kokoschka 1910 nach Berlin und gehörte zum Kreis der Galerie Sturm von Herward Walden. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er abwechselnd in Wien und Berlin. 1934 emigrierte er über Prag nach England und lebte nach 1945 vornehmlich in der Schweiz. Sein Werk umfasst zahlreiche Porträts, in denen sich sein eigenständiger Expressionismus mit realistischen Tendenzen verbindet.

Karl Hubbuch

(Karlsruhe 1891 – 1979 Karlsruhe)

Hubbuch studierte bis 1914 Kunst in Karlsruhe und Berlin mit dem Schwerpunkt Druckgrafik. Nach 1918 begann er, seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg künstlerisch zu verarbeiten. 1928 erhielt er eine Professur an der Landeskunstschule Karlsruhe und wurde Mitglied der Vereinigung revolutionärer Künstler. Unter den Nationalsozialisten war er 1933 beruflich eingeschränkt. 1948 wurde er Professor an der Kunstakademie in Karlsruhe.

Hermann Haller

(Bern 1880 – 1950 Zürich)

Nach Studien der Architektur und Malerei in Stuttgart und München wandte sich Haller 1905 in Rom der Bildhauerei zu. Dort entwickelte er ein Interesse für die etruskische Kunst, die seine zurückgenommenen Plastiken prägte. Ein Aufenthalt in Paris führte ihn in den Kreis des Café du Dome um Herni Matisse. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog Haller nach Zürich, lebte zwischen 1921 und 1923 aber auch zeitweise in Berlin.

Ernst Stern

(Bukarest 1876–1954 London)

Nach einem Studium an der Münchner Kunstakademie arbeitete Stern zunächst als Zeichner für die bekannten Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. 1905 ging Stern nach Berlin und wurde Mitglied der dortigen Secession. An den Reinhardt-Bühnen avancierte er schnell zum Chefausstatter, in den 1920er Jahren stattete er auch Opern, Revuen und Filme aus. Stern war weiterhin bildkünstlerisch tätig und schuf mehrere druckgrafische Mappenwerke. Nach 1933 emigrierte Stern nach London.

Alfred Roller

(Brünn 1864–1935 Wien)

Aus einer Künstlerfamilie stammend studierte Alfred Roller an der Wiener Akademie und wurde 1897 zum Mitbegründer der Wiener Secession. Bis 1903 arbeitete er als Lehrer an der Kunstgewerbeschule und wechselte dann als Ausstattungsleiter an die Wiener Staatsoper, wo er gemeinsam mit Gustav Mahler die Idee des szenischen Gesamtkunstwerks etablierte. 1909 wurde Roller Direktor der Kunstgewerbeschule in Wien, zugleich begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Max Reinhardt in Berlin.

Emil Orlik

(Prag 1870–1932 Berlin)

Nach Studium in München und erster Selbständigkeit in Prag wurde Orlik 1905 als Leiter der Grafik-Klasse an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen. Er war Mitglied der Berliner Secession und machte sich einen Namen als Porträtist zahlreicher Personen aus der darstellenden und bildenden Kunst. Dazu schuf Orlik Entwürfe für Bühnenbilder und Kostüme. Er unternahm zahlreiche Fernreisen und ließ sich vom japanischen Farbholzschnitt inspirieren.