Ernst Stern

(Bukarest 1876–1954 London)

Nach einem Studium an der Münchner Kunstakademie arbeitete Stern zunächst als Zeichner für die bekannten Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. 1905 ging Stern nach Berlin und wurde Mitglied der dortigen Secession. An den Reinhardt-Bühnen avancierte er schnell zum Chefausstatter, in den 1920er Jahren stattete er auch Opern, Revuen und Filme aus. Stern war weiterhin bildkünstlerisch tätig und schuf mehrere druckgrafische Mappenwerke. Nach 1933 emigrierte Stern nach London.

Alfred Roller

(Brünn 1864–1935 Wien)

Aus einer Künstlerfamilie stammend studierte Alfred Roller an der Wiener Akademie und wurde 1897 zum Mitbegründer der Wiener Secession. Bis 1903 arbeitete er als Lehrer an der Kunstgewerbeschule und wechselte dann als Ausstattungsleiter an die Wiener Staatsoper, wo er gemeinsam mit Gustav Mahler die Idee des szenischen Gesamtkunstwerks etablierte. 1909 wurde Roller Direktor der Kunstgewerbeschule in Wien, zugleich begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Max Reinhardt in Berlin.

Emil Orlik

(Prag 1870–1932 Berlin)

Nach Studium in München und erster Selbständigkeit in Prag wurde Orlik 1905 als Leiter der Grafik-Klasse an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen. Er war Mitglied der Berliner Secession und machte sich einen Namen als Porträtist zahlreicher Personen aus der darstellenden und bildenden Kunst. Dazu schuf Orlik Entwürfe für Bühnenbilder und Kostüme. Er unternahm zahlreiche Fernreisen und ließ sich vom japanischen Farbholzschnitt inspirieren.

Lovis Corinth

(Tapiau 1858 – 1925 Zandvoort)

Corinth erhielt seine künstlerische Ausbildung in Königsberg, München und Paris. Nach ersten Erfolgen in München kam er 1900 nach Berlin und trat der dortigen Secession bei. Aus dem Impressionismus kommend entwickelte Corinth seine Bilder mit heftiger Pinselführung und zunehmender Farbigkeit. Ihn beschäftigten mythologische und religiöse Themen, zudem war er ein hervorragender Porträtist.