Max Slevogt

(Landshut 1868 – 1932 Leinsweiler)

Slevogt hatte in München und Paris studiert und war einer der vielseitigsten Künstler seiner Zeit. Seit 1901 lebte er in Berlin und war Mitglied der Berliner Secession. Neben temperamentvollen impressionistischen Gemälden schuf er Zeichnungen und Druckgrafiken und war als Illustrator und Bühnenbildner tätig.

Robert Neppach

(Wien 1890 – 1939 Zürich)

Nach einem klassischen Kunststudium in München wurde Neppach als Bühnenbildner an das Frankfurter Neue Theater verpflichtet. Nach dem 1. Weltkrieg ging er nach Berlin und arbeitete dort sowohl für das Theater als auch für das junge Medium Film. Seine stilisierten, den Expressionismus aufgreifenden Szenografien wirkten in dieser Zeit stilbildend. 1932 gründete er eine eigene Filmproduktionsfirma, die er 1936 zwangsweise aufgeben musst. Neppach emigrierte in die Schweiz und beging erweiterten Suizid.

Kolomann Moser

(Wien 1868 – 1918 Wien)

Moser studierte zunächst an der Wiener Akademie, später an der Kunstgewerbeschule und arbeitete früh als Illustrator. Er gehörte zu den Begründern der Wiener Secession und gestaltete für das berühmte Secessionsgebäude Fensterdekorationen. Bereits 1900 erhielt er eine Professur an der Kunstgewerbeschule und entwarf in der Folge kunstgewerbliche Gegenstände, Möbel, Innenraumgestaltungen und Bühnenbilder.

Sandor Jaray

(Temesvar 1870 – 1943 London)

Jaray hatte zunächst Schauspiel studiert und sich später der Bildhauerei zugewandt. Seine Beziehungen zur Bühne lassen sich in etlichen seiner bildhauerischen Werke verfolgen. Am bekanntesten ist seine Porträtstatue den Wiener Schauspielers Josef Kainz in der Rolle des Hamlet. Weitere Schauspieler wurden von ihm porträtiert. Jaray emigrierte 1938 nach England.

Fritz Erler

(Frankenstein 1868 – 1940 München)

Erler studierte zwischen 1886 und 1894 in Breslau und Paris. Er machte sich bald einen Namen als Wand- und Dekorationsmaler, seine Monumentalgemälde stellten häufig Themen der germanischen Mythologie dar. Im 1. Weltkrieg fertigte er Kriegsbilder zu Propagandazwecken. Sein Porträtschaffen widmete sich Künstlern und Musikern, ab 1933 auch führenden NS-Politikern.

Ernst Barlach

(Wedel 1870–1938 Rostock)

Barlach erhielt seine künstlerische Ausbildung in Hamburg und Dresden. Von ca. 1900 bis 1910 lebte er mit Unterbrechungen in Berlin und wurde dort von Galeristen Paul Cassirer vertreten. Für seine künstlerische Entwicklung war 1906 eine Reise nach Russland entscheidend. Aus dem Jugendstil kommend entwickelte Barlach seitdem einen eigenständigen expressiven Stil mit knappen blockhaften Figuren. Barlach war Mitglied der Berliner Secession und ab 1919 der Preuß. Akademie der Künste. Unter dem NS galten seine Werke als „entartet“.

Ernst Stern

(Bukarest 1876–1954 London)

Nach einem Studium an der Münchner Kunstakademie arbeitete Stern zunächst als Zeichner für die bekannten Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. 1905 ging Stern nach Berlin und wurde Mitglied der dortigen Secession. An den Reinhardt-Bühnen avancierte er schnell zum Chefausstatter, in den 1920er Jahren stattete er auch Opern, Revuen und Filme aus. Stern war weiterhin bildkünstlerisch tätig und schuf mehrere druckgrafische Mappenwerke. Nach 1933 emigrierte Stern nach London.

Emil Orlik

(Prag 1870–1932 Berlin)

Nach Studium in München und erster Selbständigkeit in Prag wurde Orlik 1905 als Leiter der Grafik-Klasse an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen. Er war Mitglied der Berliner Secession und machte sich einen Namen als Porträtist zahlreicher Personen aus der darstellenden und bildenden Kunst. Dazu schuf Orlik Entwürfe für Bühnenbilder und Kostüme. Er unternahm zahlreiche Fernreisen und ließ sich vom japanischen Farbholzschnitt inspirieren.