Ernst Barlach

(Wedel 1870–1938 Rostock)

Barlach erhielt seine künstlerische Ausbildung in Hamburg und Dresden. Von ca. 1900 bis 1910 lebte er mit Unterbrechungen in Berlin und wurde dort von Galeristen Paul Cassirer vertreten. Für seine künstlerische Entwicklung war 1906 eine Reise nach Russland entscheidend. Aus dem Jugendstil kommend entwickelte Barlach seitdem einen eigenständigen expressiven Stil mit knappen blockhaften Figuren. Barlach war Mitglied der Berliner Secession und ab 1919 der Preuß. Akademie der Künste. Unter dem NS galten seine Werke als „entartet“.

Emil Stumpp

(Neckarzimmer 1886–1941 Stuhm)

Nach einem Semester an der Karlsruher Kunstgewerbeschule studierte Stumpp ab 1905 Geisteswissenschaften in Marburg und Berlin. Er legte ein Lehrerexamen ab und wurde anschließend zum Kriegsdienst eingezogen. Seit 1919 unterrichtete er in Königsberg, ging dann aber 1924 als freischaffender Künstler nach Berlin. Mit seinen treffenden Porträts avancierte Stumpp zu einem der bekanntesten Pressezeichner der Weimarer Republik. 1940 wurde Stumpp wegen politischer Äußerungen zu einer Haftstrafe verurteilt und starb im Gefängnis.

Eugen Quaglio

(München 1857–1942 Paris)

Eugen Quaglio stammte aus einer Künstlerfamilie, bereits sein Vater Angelo arbeitete als Bühnenbildner in mehreren Städten. Nach einer Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters studierte er kurzzeitig an der Kunstgewerbeschule und der Akademie in München. 1891 wurde er Ausstattungsleiter am Staatstheater in Berlin, arbeitete aber auch für andere Bühnen. 1924 erfolgte seine Ernennung zum Professor für Theatermalerei in München.

Max Liebermann

(Berlin 1947–1935 Berlin)

Max Liebermann erhielt bereits als Kind privaten Zeichenunterricht, studierte jedoch zunächst Chemie, ehe er von 1869 bis 1872 nach Weimar an die Kunstschule ging. In Paris inspirierten ihn Landschaftsmaler und Vertreter des Realismus, die Freilichtmalerei lernte er in Holland kennen. Liebermann prägte den deutschen Impressionismus und war Mitbegründer der Berliner Secession. Als Präsident der Akademie der Künste in Berlin setzte er sich für deren Erneuerung ein. Im Nationalsozialismus erfuhren er und seine Familie schwere Repressalien.

Josef Hegenbarth

(Böhmisch-Kamitz 1884–1962 Dresden)

Nach autodidaktischen Anfängen begann Hegenbarth ab 1908 ein Kunststudium in Dresden, das er 1915 beendete. Hegenbarth war vornehmlich als Zeichner und Druckgrafiker tätig und ist neben stilistisch eigenständigen Menschen- und Tierdarstellungen bekannt für seine Illustrationen von Werken der Weltliteratur. Seine Zeichnungen interpretieren dabei sehr eigenständig die literarischen Vorlagen.

Eugène Delacroix

(Saint-Maurice 1798–1863 Paris)

Eugène Delacroix gilt als einer der bedeutendsten Maler der französischen Romantik und war Wegbereiter des Impressionismus. Ab 1886 studierte er in Paris Malerei und grafische Techniken. Um 1820 erhielt er erste Aufträge und beteiligte sich an den Ausstellungen des Pariser Salons. Studienreisen nach Spanien und Nordafrika erweiterten seine Motivik und Farbigkeit.

Peter von Cornelius

(Düsseldorf 1783–1867 Berlin)

Cornelius stammte aus einer Künstlerfamilie und studierte ab 1798 an der Düsseldorfer Akademie. 1811 reiste er nach Rom und fand den Weg zu Künstlern des Nazarener-Stils, deren Hauptvertreter Cornelius werden sollte.1816 veröffentlichte er Illustrationen zum Drama Faust I von Johann Wolfgang von Goethe. Cornelius gehört zu den Erneuerern der monumentalen Freskomalerei.

Emil Orlik

(Prag 1870–1932 Berlin)

Nach Studium in München und erster Selbständigkeit in Prag wurde Orlik 1905 als Leiter der Grafik-Klasse an die Berliner Kunstgewerbeschule berufen. Er war Mitglied der Berliner Secession und machte sich einen Namen als Porträtist zahlreicher Personen aus der darstellenden und bildenden Kunst. Dazu schuf Orlik Entwürfe für Bühnenbilder und Kostüme. Er unternahm zahlreiche Fernreisen und ließ sich vom japanischen Farbholzschnitt inspirieren.