Käthe Kollwitz liebte es zu tanzen. Dass sie sich ebenso für den professionellen Tanz interessierte, ist jedoch kaum bekannt. Noch bevor ihre Nichten unter den Bühnennamen Katta Sterna (1897–1984) und Maria Solveg (1907–1993) als Tänzerinnen auftraten, lernte die Künstlerin 1910 die Wiener Tanzmodernisiererin Grete Wiesenthal (1885–1970) persönlich kennen. Die beiden Frauen pflegten den Kontakt miteinander, wann immer sich Wiesenthal in Berlin aufhielt.

Kollwitz sah 1910 aber auch das berühmte Russische Ballett bei einem Gastspiel im Theater des Westens. Die Auftritte dieser Truppe hatten seit 1909 etliche moderne Künstler der Berliner Secession fasziniert und zu Darstellungen angeregt. Selbst wenn Kollwitz dem Tanz keine Arbeit widmete, so genoss sie doch als Zuschauerin tänzerische Darbietungen, etwa ihrer Nichten. Der damals neue Ausdruckstanz, den die Künstlerin aufmerksam verfolgte, wurde in der Presse zudem mit den expressiven Gebärden ihres Werks verglichen.

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