Nach spektakulären Gastspielen im Zirkus Schumann 1910 und 1911 mit den Stücken „König Ödipus“, „Orestie“ und „Jedermann“ versuchte Max Reinhardt in Berlin diese Form des Theaters, bei der das Publikum eine runde Bühne umringt, zu verstetigen.

Reinhardt übernahm das Zirkusgebäude und ließ es von dem Architekt Hans Poelzig zum Großen Schauspielhaus umgestalten. Mit dem Umbau im expressionistischen Stil entstand mit 3200 Sitzplätzen und innovativer Technik das damals modernste Theater Europas. Eröffnet wurde der beeindruckende Umbau mit einer Wiederaufnahme der „Orestie“. Um den finanziellen Erfolg zu sichern, wurde der Bau ab 1920 zu einem die 20er Jahre prägenden Revuetheater.


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