bearb. von Karl Gustav Vollmoeller, 1905

In Aischylos’ „Orestie“ spielt sich ein finsteres Familiendrama ab: König Agamemnon kehrt siegreich aus Troja zurück – doch seine Frau Klytaimnestra ermordet ihn aus Rache für die Opferung ihrer Tochter. Ihr Sohn Orest bringt wiederum seine Mutter zur Strecke, getrieben von Pflicht und Schuld. Das Stück gipfelt in einem Gericht der Götter, das Vergeltung durch Recht ersetzt, und markiert den Übergang von blutiger Rache zu zivilisierter Justiz.

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