Hans Poelzig (Entwurf)
Zirkus Schumann/Großes Schauspielhaus Berlin
Architekturmodell 1990
Kunststoff, Furnierholz, Pappe, Draht, Lampen
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Max Reinhardt (1873–1943) hatte mit seinem innovativen Konzept der Masseninszenierung besonders zwei Dramen mit spektakulärem Erfolg im Zirkus Schumann spielen lassen: 1910 Sophokles‘ Tragödie „König Ödipus“ und 1911 die Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals (1874–1929) Mysterienspiel „Jedermann“.
Während 1911 mit der ebenfalls viel beachteten Aufführung der „Orestie“ von Aischylos ein weiteres antikes Stück im Zirkus lief, begegnete Reinhardt dem Architekten Hans Poelzig (1869–1936). Mit ihm zusammen entwickelte er die Idee, diese Spielstätte zum Großen Schauspielhaus umzubauen. Unter großem Aufsehen wurde der Umbau 1919 mit Aischylos‘ „Orestie“ eröffnet. Wahrscheinlich wohnte auch Käthe Kollwitz dieser Einweihung bei.
