Hermann Krehan nach Robert Neppach

Bühnen-/Szenenbild zu „Die Wandlung“

o.J.

(Inszenierung von Karlheinz Martin in Die Tribüne Berlin, 1919)

 

Gouache

 

Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln

 

Am 12. Oktober 1919 erinnerte sich Käthe Kollwitz im Tagebuch, dass sie an diesem Tag vor fünf Jahren ihren Sohn Peter zum letzten Mal gesehen hatte, bevor er kurz danach im Ersten Weltkrieg an der Westfront in Flandern ums Leben kam. Vor diesem Hintergrund scheute sie sich, mit ihrem Mann und dem Sohn Hans zusammen die abendliche Vorstellung von Ernst Tollers (1893–1939) Stück „Die Wandlung“ zu besuchen.

Die Inszenierung des Stücks war ein durchschlagender Erfolg, auch für den Hauptdarsteller, den jungen Fritz Kortner (1892–1970), der später Kollwitz‘ Nichte Hanna – mit Bühnennamen Johanna Hofer – heiraten sollte. Neuheitswert hatte zudem das innovative Bühnenbild, das auf jede räumliche Illusion verzichtete.

 


< zurück