Käthe Kollwitz
Königsberger Kneipe
um 1891
Feder in Schwarz, grau laviert auf Zeichenkarton
Käthe Kollwitz Museum Köln
Nachdem Käthe Kollwitz in München kollegiale Anerkennung für eine Illustration zu Émile Zolas (1840–1902) Roman „Germinal“ erhalten hatte, verfolgte sie das Thema bei ihrer Rückkehr nach Königsberg weiter. Sie fertigte tagsüber in verrufenen Hafenkneipen zeichnerische Studien für den Schauplatz der Kampfszene aus „Germinal“, die sie darstellen wollte.
Erkennbar orientierte sich die Künstlerin dabei am Prinzip der Guckkasten-Bühne, bei der das Publikum wie durch eine fehlende vierte Wand in den Schauplatz eines Geschehens hineinsieht.
