Käthe Kollwitz

Gretchen

1899

 

Radierung, Kaltnadel und Aquatinta auf Chinapapier, aufgewalzt auf Kupferdruckpapier

 

Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

 

Sechs Jahre nach der ersten Radierung zum Gretchen-Thema entwarf die Künstlerin eine eigenständige Version des Motivs. Sie vereinigt zwei Phasen der Dramenhandlung auf einem Blatt. Das unglückliche schwangere Gretchen steht auf einem Steg über einem Gewässer. Unter sich erblickt es eine tröstliche Zukunftsvision: Dort wird das nach der Geburt von ihr aus Verzweiflung ertränkte Kind liebevoll von einer mütterlichen Todes-Gestalt umfangen.

 


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