Florian Geyer

Gerhart Hauptmanns „Florian Geyer“ spielt während des Deutschen Bauernkriegs. Der fränkische Ritter Florian Geyer stellt sich an die Seite der aufständischen Bauern und führt die „Schwarze Schar“ gegen Fürsten und Adel. Während die Bewegung anfangs an Stärke gewinnt, zerfällt sie mit der Zeit durch innere Spannungen, Gewalt und Verrat. Die Aufstände werden niedergeschlagen, Geyer fällt einem Mordanschlag zum Opfer, der Bauernkrieg endet in blutiger Niederlage.

Die Weber

Gerhart Hauptmanns Die Weber schildert den Alltag einer schlesischen Weberfamilie im 19. Jahrhundert. Hunger, Krankheit und Schulden prägen ihr Leben, während die Händler die Löhne weiter kürzen. Die wachsende Verzweiflung entlädt sich schließlich im kollektiven Aufstand: Die Weber ziehen zu den Häusern der Fabrikanten, verwüsten den Besitz und fordern gewaltsam ihr Recht. Das Stück endet ohne Helden, mitten im Chaos der Rebellion.

Faust I

Der Gelehrte Faust, verzweifelt an den Grenzen seines Wissens und Lebens, geht einen Bund mit Mephisto, dem teuflischen Verführer ein: Er erhält Jugend und weltliche Erfüllung im Austausch für seine Seele. Auf Streifzügen durch die Welt, begegnet er der jungen Gretchen und beginnt eine leidenschaftliche Beziehung. Durch Fausts Handeln gerät ihr Leben aus den Fugen: Mutter und Bruder sterben, Gretchen verzweifelt, tötet ihr Kind und wird gefangen genommen. Faust flieht mit Mephisto – Gretchen bleibt allein zurück.