Käthe Kollwitz
Not, 1893–1897
Blatt 1 aus dem Zyklus Ein Weberaufstand
Kreide- und Federlithografie, Schabeisen und Schabnadel
Tod, 1893–1897
Blatt 2 aus dem Zyklus Ein Weberaufstand
Kreide-, Feder- und Pinsellithografie, Schabeisen und Schabnadel
Beratung, 1893–1897
Blatt 3 aus dem Zyklus Ein Weberaufstand
Kreidelithografie, Schabeisen und Schabnadel
Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
Blatt 1 bis 3 des Zyklus „Ein Weberaufstand“
Käthe Kollwitz baut ihre Serie „Ein Weberaufstand“ in einer ähnlich dramaturgischen Struktur auf wie ein Theaterstück, auch wenn die Bildfolge nicht der klassischen Theaterhandlung in fünf Akten folgt. Die elende Ausgangslage der Weber breitet die Künstlerin in zwei Blättern („Not“, „Tod“) aus – so wie Gerhart Hauptmann (1862–1946) dieser, ebenfalls antiklassisch, zwei Akte widmet. Beiden Künstlern ist es wichtig, beim Publikum Mitgefühl angesichts der Not der Weber hervorzurufen.
